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Berghütten

Blogartikel: Digital Detox



Digital Detox

27.02.2020

Sucht man im Netz nach dem Begriff „Digital Detox“ wird man schnell fündig:

„Digitale Entgiftung“

„Handyfasten“

„Einfach mal abschalten“

„Der letzte Klick“

„Offline sein“

Schon verrückt, welche Begrifflichkeiten das moderne Zeitalter mit sich bringt. Dabei frägt man sich: „Fortschritt durch Digitalisierung und nun Rückschritt mittels Analogisierung?!?“ Wer soll sich dabei noch auskennen… Derweil ist es ganz einfach. Vor knapp zehn Jahren eroberten die ersten Smartphones den deutschen Markt. Heute sind sie vom Alltag nicht mehr wegzudenken, erleichtern vieles, haben jedoch den Ruf den Verlauf der Zeit zu beschleunigen. Überall kommt es zum Einsatz: beim Wecken, in der U-Bahn, in der Mittagspause, beim Joggen, vor dem Einschlafen, auf dem Berg, als Navigation, beim Feiern und so weiter und so fort. 24/7 trifft es ganz gut. Untersuchungen zu Folge entsperrt jeder Nutzer pro Tag durchschnittlich 80 Mal sein mobiles Allroundtalent. Doch nun geht der Trend zur Entschleunigung. Das heißt der Vorsatz vieler Menschen zum neuen Jahr war es und ist es im besten Fall noch immer, die Handynutzung zu reduzieren.

Wir von Berghütten Moser können euch dabei bestens unterstützen! In unserem Portfolio befindet sich ein bunter Mix aus Almhütten, Bauernhäusern, Berghäusern, Berghütten, Chalets, Ferienhäusern, Gruppenhäusern, Holzhäusern und Skihütten. Egal ob für verliebte Paare, Familienurlaube, Freundetreffen, Vereinsausflüge oder Feiern. Wir haben für jeden Anlass die passende Berghütte. Doch was macht man nun, um diesem Begriff „Digital Detox“ Herr zu werden? Wie wäre es mit einem Iglubau? Wir haben es für euch ausprobiert: es macht riesigen Spaß, benötigt kein Video zur Anleitung und beschäftigt euch eine ganze Weile in der schönen Natur!

Damit das Projekt „Iglubau“ nicht zum Desaster wird, hier eine kurze Anleitung, mit welcher uns unser Iglu gut geglückt ist:

Was wird benötigt? Schneeschaufel, Säge, Stock, Schnur und evtl. Sonde

Schritt 1: der perfekte Igluplatz

Für den Bau eines Iglus ist ein Ort mit wenig Wind und kompakten Schnee empfehlenswert. Die Schneehöhe sollte mindestens einen Meter betragen, dies könnt ihr mit einer Sonde sehr leicht abmessen. Bei Schnee unter einem Meter könnt ihr lockeren Schnee an der Oberfläche mit euren Füßen festtreten, bevor begonnen wird. Reicht die Schneemenge aus, so kann der lockere Schnee an der Oberfläche entfernt werden. Anschließend solltet ihr euch ein Loch freischaufeln, von dem aus die ersten Blöcke gesägt werden.

Schritt 2: Blöcke sägen

Nun sägt ihr Blöcke mit folgendem Maße aus dem Schnee: 60x45x15. Bevor ihr alle Blöcke aussägt, solltet ihr zuerst die Festigkeit testen. Mit ausgestreckten Armen den Block in die Luft werfen und mit ausgestreckten Armen wieder auffangen. Bricht der Block, ist der Schnee zu locker. Bricht er nicht, ist die Schneefestigkeit perfekt.

Schritt 3: Fundament schaffen

Bevor die ersten Blöcke (diese sollten dicker sein als die restlichen Blöcke) gesetzt werden, legen sich zwei Personen nebeneinander auf den Boden. Der Abstand zwischen Igluwand und Körper sollte nicht mehr als 20 cm betragen. Anschließend wird in der Mitte der Liegefläche ein Stock angebracht und eine Schnur als Radiusmesser am Stock befestigt. Danach wird die mit dem Radiusmesser eingegrenzte Fläche fest getreten, sodass der Untergrund nicht nachgibt.

Schritt 4: Blöcke setzen

Nun beginnt ihr mit der ersten Reihe. Ihr setzt zuerst dickere Blöcke entlang der Radiuslinie. Anschließend Block für Block. Wichtig ist, dass jeder Block auf dessen unteren Kanten gut steht. Auch darf man den Radius nicht aus dem Auge verlieren. Es gibt ein bis zwei Iglubauer und Zulieferer, welche dem/den Iglubauer/n die Blöcke reichen. Der oder die Iglubauer zieht/ziehen von Innen die Wände hoch und verschließt zum Schluss die Kuppel. Hierbei ist zu beachten, dass die letzten Blöcke senkrecht in das Iglu gereicht werden. Diese werden mit einer Säge angepasst. Auch zwischendurch können die einzelnen Blöcke mit einer Säge geformt werden, sodass ein einheitliches Ganzes entsteht.

Schritt 5: Eingang graben

Bevor es dem Ende des Iglubaus zugeht, wird von Iglubauer(n) und Zulieferern der Eingang gegraben. Von Innen am Rand senkrecht graben und von außen ca. 20 cm unter der Liegefläche waagrecht. Am Ende soll ein Eingang entstanden sein, durch welchen die Iglubewohner in das Innere gelangen.

Schritt 6: Löcher schließen

Feinschliff! Nun heißt es Löcher mit Schnee schließen und hoffen, dass das Iglu stehen bleibt.

Wir haben nach unserem erfolgreichen Bau eine Tasse heiße Schokolade im Iglu zu uns genommen und den Iglubau reflektiert. Den Abend haben wir in unserer wohlig warmen Hütte verbracht.

Also: ab in die Berge und Handy abschalten!

Wir von Berghütten Moser wünschen euch eine tolle Zeit zu zweit oder in der Gruppe!